C4 – Quanteninfo & Kanäle (CPTP)

  • In https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC12315985/ (Wang et al., Science Advances, 2025) wird behauptet, dass eine Bell-Ungleichung in einem Vier-Photonen-Interferenzaufbau verletzt wird, obwohl die beteiligten Photonen im System nicht als verschränkt beschrieben werden. Der Bericht nennt als Mechanismus quantenmechanische Ununterscheidbarkeit durch Pfadidentität und nutzt Postselektion auf vierfache Koinzidenzen; der Bell-Parameter wird als S: 2,275 ± 0,057 angegeben. Der FBA-Blick…

  • Ein Wiener Team zeigte 2026 im MUSCLE-Interferometer Quanteninterferenz von Natrium-Nanopartikeln mit mehr als 7.000 Atomen (Massen >170.000 Da) – ein neuer Größenrekord für Materiewellen-Interferenz. „Wo liegt das Ende der Quantenwelt?“ lässt sich damit experimentell zuspitzen: Wie groß darf ein Objekt werden, und wie „klassisch“ darf seine Umgebung sein, bevor Interferenz als Signal untergeht – und…

  • In https://arxiv.org/abs/2506.01476 (Preprint, 2025) bestimmen Guo et al. über spin- und winkelaufgelöste Photoemission eine EWS-Zeitverzögerung τEWS für Quantenübergänge und berichten stark materialabhängige Attosekunden-Skalen (u.a. ~150 as in 1T-TiSe2/1T-TiTe2, >200 as in CuTe, 26 as in Cu). Zentral ist der Befund, dass die gemessene Zeitskala mit der (effektiven) Symmetrie bzw. Dimensionalität der elektronischen Struktur kovariiert. Der FBA-Blick macht daraus keine „Wie-mystisch-ist-Zeit?“-Story,…

  • Im WinFuture-Artikel wird ein Optik-Resultat popularisiert, dessen Primärquelle Yessenov et al. ist (arXiv 2025; Optica 2026): eine direkte Beobachtung eines räumlich strukturierten Montgomery-Effekts (linsenlose Selbstabbildung), der den Talbot-Effekt auf aperiodische Strukturen verallgemeinert und wiederholt stark fokussierte Spots (~10 µm) im Freiraum zeigen soll. Laut Abstract wird dazu ein dynamisches optisches Hologramm genutzt, das radiale Raumfrequenzen diskretisiert; Selbstabbildung…

  • In https://arxiv.org/abs/2510.13124 (Ghalekohneh & Zhao, Preprint 2025) wird für nichtreziproke, fernfeldbasierte Strahlungswärme in Vielkörper-Emitter-Netzwerken eine Zerlegung des Wärmestroms in einen Gleichgewichtsanteil mit persistenter interner Zirkulation und einen Nichtgleichgewichtsanteil für den Umwelt-Austausch beschrieben; letzterer soll so gestaltbar sein, dass „perfekte“ Wärme-Gleichrichtung und Zirkulation möglich werden. In https://par.nsf.gov/servlets/purl/10661583 (Phys. Rev. B 113, 2026) berichten die Autoren außerdem…

  • Ausgangspunkt ist https://www.fr.de/wissen/wie-ein-mysterioeser-neutrino-fund-drei-mysterien-der-physik-loesen-koennte-94157428.html (Kontext); in https://arxiv.org/abs/2505.22722 (Preprint, v2 2026) argumentieren Baker et al., dass eine Population quasi-extremaler primordialer Schwarzer Löcher mit „dark U(1)“-Ladung die PeV-Neutrino-Flüsse von KM3NeT (rund 100 PeV) und IceCube (über 1 PeV) zugleich mit Gamma-Hintergrund- und LHAASO-Nichtbeobachtungen kompatibel machen kann und dabei sogar als vollständige Dunkle Materie in Frage kommt. Der FBA-Blick macht daraus…

  • In https://arxiv.org/abs/2504.15495 (Preprint; PRL 136 (2026) 057201) zeigen Morrell, Elliott & Grier, dass zwei akustisch levitierte EPS-Kügelchen ohne periodisches Driving in emergent aktive stationäre Zustände gehen können; in einem Regime brechen diese Zustände spatiotemporale Symmetrie und bilden einen kontinuierlichen klassischen Zeitkristall. Zusätzlich stellen die Autor:innen Daten und Analysecode als OSF-Repository bereit (https://dx.doi.org/10.17605/OSF.IO/SX7UG). Der FBA-Blick macht…

  • Die Meldung https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/rekorde/urknall-im-labor-cern-experiment-zeigt-erstmals-fluessige-urmaterie/ lässt sich auf die Primärarbeit der CMS Collaboration in https://arxiv.org/abs/2507.09307 (Preprint, 2025) hochziehen: Dort werden erstmals Z-Boson-Tagging-Korrelationen von weichen geladenen Hadronen in Pseudorapidität und Azimut relativ zur Z-Richtung in PbPb-Kollisionen bei 5,02 TeV pro Nukleonenpaar mit pp-Referenz ausgewertet, mit Fokus auf Z-Bosonen mit pT zwischen 40 und 350 GeV. Auf Basis von…

  • In https://doi.org/10.1038/s41586-025-09920-0 berichtet die STAR-Kollaboration eine relative Polarisation von 18 ± 4 % in ΛΛ̄-Paaren und eine starke Abhängigkeit vom Paarabstand, die als Dekohärenz-Signatur gelesen wird. Aus FBA-Sicht ist spannend, dass hier ein behaupteter „Vakuum→Detektor“-Pfad als Kanal operationalisiert werden kann: Welche Coarse-Graining-Schritte sind unvermeidlich, und welche Pass/Fail-Checks trennen „Signal aus dem Vakuum“ von „Signal aus…